Vor- & Nachteile von Hausbauweisen im Vergleich

Vor- und Nachteile der drei wichtigsten bauweisen im Vergleich

Damit Sie gut informiert in Ihr Projekt Traumhaus starten können, finden Sie hier alle Vor- und Nachteile über Kosten, Brandschutz, Schallschutz, Hitze- sowie Wärmeschutz, Energieeffizienz und Bauzeit zu jeder Bauweise im Vergleich.

Inhaltsverzeichnis

„Mit unserem innovativen Bausystem aus Dübelholz sorgen wir für unvergleichlichen Wohnkomfort und beste Energieeffizienz – Das Beste: Ein Haus aus Holz ist aktiver Klimaschutz“

Unterschiede beim Bauen mit Holz und Stein

In unserem Vergleich werden das Massivhaus aus Stein, Holzständerhaus und Dübelholzhaus bzw. Massivholzhaus in Betracht gezogen. Diese klassischen Bauweisen weisen unterschiedlichste Eigenschaften, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen auf. Somit wird hier auch das Fertighaus als Holzhaus mit anderen Bauweisen verglichen.

Finden Sie mit unserem Hausbauweisen-Vergleich heraus, welche Bauweise am besten zu Ihnen passt:

Vor- und Nachteile eines Stein-Massivhauses

Vorteile Massivbauweise

Massivhaus

Wärmeschutz (Sommer)

Der Wärmeschutz in einem gemauerten Massivhaus mit Ziegeln punktet dank hoher Speicherkapazität, beispielsweise durch eine Betondecke. Die Phasenverschiebung beim Massivhaus ist im Vergleich zum Fertighaus in Holzständerbauweise sehr hoch.

Massivhaus

Wirtschaftlichkeit

Die Herstellung eines einfachen, gemauerten Massivhauses ist derzeit noch relativ günstig. Ein hoher Energieeffizienz-Standard, wie KfW 40, KfW 40 Plus oder Passivhaus kann jedoch schnell zum Nachteil werden, denn hier steigen die Kosten oft rasant an oder es kann nur als KfW 55 realisiert werden. Wichtig ist hierbei auf die Ausstattungsstandards des Hausbauers zu achten!

Massivhaus

Schallschutz

Aufgrund der hohen Masse an Ziegeln entsteht ein hoher Schallschutz beim herkömmlichen gemauerten Massivhaus. Jedoch sind aufgrund der EnEV viele Ziegel optimiert worden, sodass sie sehr leicht sind und den Schall auch beim Massivhaus leicht durch das Mauerwerk lassen. Achten Sie daher auf einen guten Schallschutz bei den Fenstern.

Nachteile Massivbauweise

Massivhaus

Wärmeschutz (Winter)

Massivhäuser sind energetisch sehr schwer zu realisieren, da es die Baustoffe kaum zulassen, wärmebrückenfreie Konstruktionen zu konstruieren. Schwachpunkte sind vor allem Anschlüsse von Kellerwänden an Bodenplatten, Fenstern uvm. Eine monolithische Ziegelbauweise im Passivhaus-Standard zu realisieren ist schwierig und preislich riskant.

Massivhaus

Umweltschädlich

Zur Herstellung von Ziegeln und Beton wird extrem viel Energie benötigt und auf chemische Baustoffe gesetzt. Im Vergleich zu nachhaltigen Baustoffen setzt die Zementindustrie auf chemische und nicht-regenerierbare Materialien. Zudem beträgt die Recyclingquote dieser Bauweise lediglich 1%. Die Zementindustrie ist mit 9% einer der größten CO2 Emittenten Weltweit. Auch in Deutschland ist die Bauindustrie einer der größten Verursacher mit ca. 4,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. 

Massivhaus

Hohe CO2-Produktion

Für die Beton-Herstellung von Ziegeln und Zement wird eine erhebliche Menge an Treibhausgasen (vor allem CO2) freigesetzt. Dabei wird die hohe Energie für das Brennen von Ziegel und Zement verwendet. Dieser hohe Energiebedarf durch die Baubranche ist ein maßgebender Faktor für den hohen CO2-Ausstoß auf der ganzen Welt und somit mitverantwortlich für den Klimawandel.

Massivhaus

Wirtschaftlichkeit

Möchten Sie in einem Massivsteinhaus ähnlich hohe Energiestandards wie in einem Holzhaus erreichen, beispielsweise KfW 40 oder KfW 40 Plus, können die Kosten bei der Fertigung von Wärmebrücken schnell steigen. Aufgrund des schweren Baustoffes und der guten Wärmeleitung, die sich negativ auf das Dämmen auswirkt, wird in der Regel beim Hausbau mit teuren Bauteilen kompensiert. Die Baukosten sind daher meist die höchsten.

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Gerne besprechen wir in einem ersten unverbindlichen Erstgespräch all Ihre Fragen rund um Ihren geplanten Hausbau.

Vor und Nachteile eines Holzständerhauses

Bauweise eines Hauses mit Holzstaendern

Vorteile Holzständerbauweise

Holzständerhaus

Wärmeschutz (Winter)

Im Holzständerbau / Fertighausbauweise ist es einfacher, als beim Massivhaus die Wärmebrücken minimiert zu realisieren, da der Werkstoff Holz weniger Wärme leitet, als Beton und das Ziegelmauerwerk. Jedoch erschwert die luftdichte Ebene eine Realisierung, vor allem an den Übergängen zwischen Wand und Decke.

Holzständerhaus

Ökologie der Baustoffe​

Bei Fertighäusern werden als Tragkonstruktion meist Holzständer genutzt. Der Hohlraum wird mit Dämmstoffen ausgefüllt. Manche Hersteller für Holzhäuser bzw. Fertighäuser bedenken den Umweltschutz und benutzen nachhaltige Dämmstoffe.

Holzständerhaus

Hohe CO2-Produktion

Holzhäuser aus ökologischen und nachwachsenden Baustoffen sind positiv für die Umwelt, da im Wachstum von Bäumen und Pflanzen (zum Beispiel Hanf als Dämmstoff) CO2 gespeichert und somit die Atmosphäre entlastet wird.

Holzständerhaus

Wirtschaftlichkeit

Je nach Fertighaushersteller gibt es günstige und teure Anbieter. Meist liegt dies an den Details der Ausstattungen. Da es im Holzbau generell leichter ist, wärmebrückenfrei zu bauen, ist es zudem kostengünstiger ein Fertighaus mit hohem Passivhaus oder KfW 40 Haus Energiestandard im Vergleich zum Massivsteinhaus zu bauen.

Nachteile Holzständerbauweise

Holzständerhaus

Wärmeschutz (Sommer)

Durch die leichte Bauweise im Holzständerbau (nur ca. 15 % der Wand ist aus Holz, der Rest der Dämmung besteht meist aus Glaswolle) ist kaum Speicherkapazität vorhanden. Ähnlich wie in Dachgeschosswohnungen dringt die Wärmeenergie im Sommer leicht ein, da die Phasenverschiebung nur sechs bis acht Stunden beträgt. Heißt, dass bei einem heißen Sommertag und Sonnenschein ab 9 Uhr die Hitze ab 15 Uhr nicht mehr aus den Räumen entweichen kann. Auch bei energetischen Berechnungen für den Hitzeschutz ist ein Holzständerhaus bzw. Fertighaus in Ständerbauweise viel schlechter eingestuft.

Holzständerhaus

Wärmeschutz (Winter)

Die luftdichte Ebene ist sehr schwer zu realisieren. Vor allem an Anschlüssen wie Wänden und Decken, da vor allem die 3-dimensionalen Details luftdicht nur schwer hinzubekommen sind.

Holzständerhaus

Ökologie der Baustoffe

Viele Fertighaushersteller benutzen Dämmstoffe und Plattenwerkstoffe, die wie Styropor aus Öl gewonnen werden und zum Teil Ausdünstungen haben, welche für den Menschen schädlich sein können. Glaswolle, Styropor und andere künstlich hergestellt Dämmstoffe haben im Winter zwar Vorteile, verlieren jedoch in puncto Wärme- und Schallschutz im Sommer.

Holzständerhaus

CO2-Produktion

Negativ ist es, wenn anstatt ökologischen Materialien Dämmstoffe benutzt werden, die durch Rohöl hergestellt werden und zur Herstellung viel Energie verbrauchen. Auch Gebäude, die komplett mit Holzweichfasern gedämmt werden, stehen wegen der hohen Energiemenge zur Herstellung der Holzweichfaserplatten in Kritik. Weiterhin dienen Hobelspäne nicht als geeigneter Dämmstoff, da es eine hohe Menge davon benötigt, um einen optimalen Energiestandard (KfW 40 / KfW 40 Plus Effizienzhaus-Standard) zu realisieren. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, welche Dämmstoffe wie viel Energie zur Herstellung benötigen und welcher CO2 Ausstoß dadurch entsteht.

Holzständerhaus

Wirtschaftlichkeit

Leider gibt es bei den Fertighausherstellern viele schwarze Schafe, die durch die Ausstattung die Preise, wie zum Beispiel Fliesen für einen Materialpreis von unter 20€/m², drücken. Bei der Bemusterung (nach dem Kauf des Hauses und vor dem Bauen) kommt das große Erschrecken und es können ungeahnte Kostenlöcher entstehen. Als Folge kann eine teure Nachfinanzierung eintreten. Diese Methode ist bei Fertighausherstellern sehr beliebt.

Holzständerhaus

Schallschutz

Die leichten Dämmstoffe und die geringe Masse im Wandaufbau lassen oft Lärm aus der Umgebung durch die Gebäudehülle dringen. Bei Fassaden mit WDVS (Wärme-Dämmverbund-Fassade) kann hinzukommen, dass Spechte Löcher in die Fassade klopfen und somit unangenehme Geräusche entstehen.

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Vor- und Nachteile eines Dübelholzhauses (Massivholzhaus)

Vorteile Holzmassivbauweise

Dübelholzhaus

Wärmeschutz (Sommer)

Die Dübelholzwand mit dem wärmebrückenfreien Regalsystem sowie den ökologischen Dämmstoffen aus Zellulose und Holzweichfaser hat ein sehr hohes Gewicht im Vergleich zur Holzständer- und Holztafelbauweise. Dies ermöglicht eine hohe Speicherkapazität, ähnlich wie beim Massivhaus und somit eine optimale Phasenverschiebung. Die Phasenverschiebung in der Wand eines Holzhauses von Kaufmann beträgt rund 19 und im Dach ca. 17 Stunden. Bedeutet, dass die Sonne untergeht, bevor die Hitze in den Baukörper eindringt. Wichtig ist trotzdem, dass auch die Verschattung der Fenster in Anspruch genommen wird.

Dübelholzhaus

Wärmeschutz (Winter)

Ein Haus aus Massivholz weist eine fast wärmebrückenfreie Konstruktion auf. Aufgrund der klaren Ebenen (der warme Mantel ums Haus) und der durchgehenden luftdichten Ebene aus einem zertifizierten Holzplattenwerkstoff ist es für Zimmerer leicht, die Gebäudehülle dauerhaft energieeffizient zu fertigen.

Dübelholzhaus

Ökologie der Baustoffe

Beim Kaufmann Holzhaus wird an allen Stellen, an denen es um Nachhaltigkeit geht, auf das „Cradle to Cradle“ Konzept gesetzt. Dies beginnt bei der nachhaltigen Forstwirtschaft im Wald, bei der 100% des Holzstammes verwendet wird. So werden aus dem mittleren Holz (stärkeren Holz) Deckenelemente gedübelt und aus der sogenannten Seitenware (seitlich anfallendes Holz) massive Wandelemente hergestellt. Das restliche Holz wird zu Dachlatten, Holzrahmen und Holzweichfaser gefertigt. Die Holzweichfasern werden als Dämmstoff und Putzträgerplatte genutzt, dabei stammen über 95 % des Holzes aus süddeutschen Wäldern und von regionalen Sägern.

Dübelholzhaus

Geringe CO2-Produktion

Durch die nachhaltige Forstwirtschaft werden mehr Bäume gepflanzt als geschlagen. Die Bäume, welche ihren Wachstumspunkt erreicht haben und nur noch wenig CO2 speichern können, werden gefällt und in Sägewerken gesägt und getrocknet. Alle Sägewerke werden hauptsächlich durch Photovoltaikstrom betrieben. Auch Dämmstoffe werden aufgrund der Nachhaltigkeit und des CO2-Ausstoßes bei Kaufmann ausgewählt. Insgesamt werden bei den meisten Klimaberechnungen Brettstapel- oder Dübelholzelemente herangezogen, um aufzuzeigen, wie gut der Holzbau als CO2 Speicher wirkt. Somit wird die Umwelt durch den Bau von Massivholzhäusern positiv entlastet („sie kann wieder durchatmen“).

Dübelholzhaus

Schallschutz

Durch die Massivholzwand mit ihren ökologischen Dämmstoffen sowie dem Dachaufbau, hat ein Haus aus Dübelholz einen hohen Schallschutz von außen nach innen. Schall durch den Verkehr von Autos, Fluglärm oder Kinderlärm wird durch die hohe Masse gut abgeschirmt und gelangt auch durch die gute Fensterverglasung nicht ins Haus.

Nachteile Holzmassivbauweise

Dübelholzhaus

Wirtschaftlichkeit

Mit einem Massivholzhaus lässt sich leicht ein Passivhaus oder KfW 40 Standard erreichen, daher ist es besonders Energieeffizienz und kann sich nahezu Autark versorgen. Die laufenden Kosten sind daher sehr gering. 
 
Die Baukosten liegen in der Mitte, sind aber oft höher als bei einer Holzständerbauweise, da deutlich mehr Holz verbaut wird. Da eine Massivbauweise jedoch hochwertiger ist, fallen während der Nutzungsdauer häufig weniger Kosten an.